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Freitag, 17. Juli, bis Montag 20. Juli

Babypflege im Sommer

Claudia Purzer ist examinierte Hebamme und Rotkreuz Krankenschwester. Seit 2005 ist sie als freiberufliche Hebamme in München tätig. Die ganzheitliche Betreuung liegt ihr dabei sehr am Herzen. Sie begleitet Familien bereits die gesamte Zeit der Schwangerschaft mit allen Fragen, Sorgen, Beschwerden, die in dieser sensiblen Zeit auftreten können. Neben der Vorbereitung auf Geburt und Wochenbett, die Nachsorge mit anschließender Rückbildungsgymnastik bis hin zur Ernährungsumstellung des Babys auf Breikost, bietet Claudia auch Beckenbodenrefresher-, Babymassagekurse sowie Familiengespräche an.

Claudia Purzer verfolgt den Ansatz „Weniger ist mehr“ und empfiehlt Eltern Produkte ohne Zusatzstoffe. Deshalb ist sie Expertin für WaterWipes – Feuchttücher, die nur aus zwei Inhaltsstoffen bestehen – nämlich 99,9 % Wasser und einem Tropfen Fruchtextrakt.

Bitte stelle deine Fragen zum Thema Babypflege in der Zeit vom 17.07. – 20.07.2020, unsere Expertin Claudia Purzer wird dir dann an dieser Stelle antworten. Bitte klicke auf die Frage, um die vollständige Formulierung und die Antwort von Inga zu sehen. Wenn du eine Frage stellen möchtest, dann schreibe Sie bitte nach deiner Registrierung in das Frage Feld rein und klicke  auf Frage abschicken.
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    Mein Baby hat eine recht schuppige Stelle am Kopf, ist das eine Milchallergie und was kann ich dagegen tun?
    gefragt vor 1 Jahr von Petra
    aktualisiert vor 1 Jahr von Claudia Purzer
    Kategorie: Babypflege
    Antwort:
    Claudia Purzer 19. Juli 2020 10:09

    Es hört sich am ehesten nach Milchschorf oder auch einem " Säuglingsekzem" an. Die gute Nachricht ist, die Stelle hat dann nichts mit einer Milchallergie zu tun.

    In seinem Aussehen ähnelt der Milchschorf einer gelben Schuppenschicht die an übergekochter Milch auf der Herdplatte erinnert. Milchschorf verschwindet im Laufe des ersten Lebensjahres von alleine. Abkratzen sollte man den Schorf nicht. Um die Krusten etwas zu lösen, kann man aber von Zeit zu Zeit die Kopfhaut mit süßem Mandelöl sanft einmassieren. Wenn die Stellen gerötet sind, entzündlich aussehen, Sie verunsichert sind oder Ihr Baby daran kratzt gehen Sie bitte zum Kinderarzt zur Abklärung.

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    Antwort
    Welchen Schutz gegen Mücken würden Sie für ein Baby am See empfehlen?
    gefragt vor 1 Jahr von Petra
    aktualisiert vor 1 Jahr von Claudia Purzer
    Kategorie: Babypflege
    Antwort:
    Claudia Purzer 17. Juli 2020 21:16

    Liebe Petra, schützen Sie ihr Baby durch weite, helle Kleidung, die möglichst dicht gewebt aber noch luftig ist. Bedecken Sie auch das Köpfchen mit einer Mütze, die Arme, Beine und vergessen Sie die Füsschen nicht.
    Engmaschige Mückennetze können zum Schutz am Kinderwagen, über dem Bettchen und am Fenster angebracht werden. Es gibt im Handel sehr praktische Popup Mückennetze für Babys. Vermeiden Sie abends das Licht bei geöffnetem Fenster anzumachen, das zieht die kleinen Blutsauger an. In kühleren Räumen sind die Mücken generell " stechfauler" hängen Sie feuchte Laken auf um die Luft in der Nacht zu kühlen. Verwenden Sie aber keine Klimaanlage im inneren dieser Anlagen sind oft ganze Pilzkolonien und durch die kalte Zugluft kann sich Ihr Baby erkälten.
    Für den Campingurlaub am See gibt es spezielle Imprägnierungen, die Insekten abhalten und auch für Schwangere und Babys geeignet sind. Wie das Insektizid Permethrin. Es ist eine künstlich hergestellte Variante des natürlich vorkommenden Insektizids Pyrethrum und wirkt auf Insekten stark abschreckend. Hierfür aber unbedingt in der Apotheke beraten lassen und diese Produkte nur nach Gebrauchsanweisung anwenden.
    Das Zelt oder den Camper sollten Sie besser nicht direkt am Wasser aufstellen, hier sind oft abends ganze Scharen von Mücken unterwegs besonders in der Dämmerung.
    Eine mit Nelken gespickte Zitrone, angezündetes Kaffeepulver, Räucherstäbchen oder ein "Räuchergerät" aus dem Imkerbedarf in dem feuchtes Gras angezündet wird können Outdoor auch etwas Linderung von den Blutsaugern bringen.
    Reine ätherische Öle nach kbA wie Lavendel, Teebaumöl, Sandelholz, Nelke usw... können bei falscher Anwendung bei Babys zu Haut- und Schleimhautreizungen und allergischen Reaktionen führen. Aus diesem Grund sollten sie niemals pur und nur mit Fachkenntnis über die Anwendung mit einer Bodylotion vermischt aufgetragen werden.
    Von chemischen DEET-haltigen Mitteln wird bei Babys im ersten Lebensjahr wegen gesundheitlichen Risiken abgeraten. Der Wirkstoff kann unter anderem Schleimhäute und Augen reizen und ist für Babys und Schwangere als Mittel nicht geeignet.
    Nach dem ersten Geburtstag Ihres Kindes sind Präparate mit Ethyl-Butylacetylaminopropionaten als unbedenklich eingestuft. Die meisten Mittel halten für etwa 5 Stunden sind wasserlöslich und müssen nach dem Baden und planschen erneut aufgetragen werden.
    Wenn Ihr Baby bei aller Vorsicht doch einmal von einer Mücke gestochen wird verläuft die Abheilung eines Mückenstichs fast immer unproblematisch. Die Rötung kann etwas länger anhalten als bei Erwachsenen, was aber nicht schlimm ist. Man sollte darauf achten, dass das Kind den Stich nicht aufkratzt, also am besten die Fingernägel immer kurz halten. Gegen den Juckreiz hilft vor allem Kühlen mit feuchten Tüchern. Sollte die Schwellung oder Rötung sich jedoch besonders schnell ausbreiten, verstärken oder sollten Sie ein ungutes Gefühl verspüren, gehen Sie am besten zu einen Arzt. Dies gilt immer, falls das Baby mit Fieber auf den Stich reagiert.

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    Antwort
    Welche Inhaltsstoffe sollten in einer Creme für Babys auf keinen Fall enthalten sein?
    gefragt vor 1 Jahr von Vera
    aktualisiert vor 1 Jahr von Claudia Purzer
    Kategorie: Babypflege
    Antwort:
    Claudia Purzer 17. Juli 2020 19:16

    Liebe Vera,

    ich bin mir jetzt nicht ganz sicher ob Sie speziell über Sonnencreme oder generell Inhaltsstoffe in Babyprodukten ein paar Informationen möchten.
    Ich weiß im Hinblick auf Pflegeprodukte für Babys herrscht oft große Unsicherheit, deshalb gehe ich jetzt mal ganz generell auf das Thema ein und hoffe das beantwortet Ihre Frage.
    Auf sogenannte Hilfsstoffe wie Konservierungsmittel, Emulgatoren, Duftstoffe und Farbstoffe sowie künstliche Vitamine sollte bei der Wahl des Babypflegeprodukts auf jeden Fall verzichtet werden.

    Diese zugesetzten Chemikalien könnten für das Kind krebserregend sein, Hautreizungen auslösen, Wachstumsgifte enthalten, oder den Hormonhaushalt des Babys stören. Sie könnten Mutagen wirken also Veränderungen in der DNA herbeiführen Nervengifte und Allergien auslösende Sensibilisatoren enthalten. Auf die zarte Babyhaut aufgetragen könnten diese Giftstoffe direkt über das Bindegewebe in den kleinen Organismus eindringen.

    Weniger gute Produkte sind klar hier die Empfehlung. Babyhaut ist noch nicht so widerstandsfähig wie die Haut von Erwachsenen und wird besonders am Babypo sehr stark beansprucht. In der Windel stauen sich Feuchtigkeit und Wärme, die die Haut aufweichen. Der Schweiss, der Urin und der Stuhl reizen den empfindlichen Po zusätzlich. Gerade das macht die Babyhaut besonders anfällig für gefährliche Duftstoffe, Konservierungsstoffe und Co aus den besagten Pflegeprodukten.

    Für ein Baby das noch wächst, dessen Säureschutzmantel noch nicht aufgebaut ist und dessen Haut etwa fünf mal dünner ist als bei einem Erwachsenen kann die Einlagerung der oben genannten Giftstoffe im kleinen Körper ernsthafte Auswirkungen haben. Prüfen Sie deshalb die Zusammensetzung von Pflegeprodukten für Ihr Kind immer bevor Sie diese kaufen. Auf einige bedenkliche Inhaltsstoffe sollten Sie besonders achten.
    Verwenden Sie für Ihr Baby keine Produkte mit dem Inhaltsstoff DEP Diethylphthalat das ist ein künstlicher Duftstoff. Dieser kann die Schleimhäute reizen das Immunsystem angreifen und steht in Verdacht sich in der Leber anzureichern ja sogar Leberkrebs auszulösen.

    Da natürliche ätherische Öle aus kontrolliert biologischem Anbau aufwendig aus pflanzlichen Quellen gewonnen werden müssen und deshalb ein bisschen teurer sind greift die Kosmetikindustrie auch bei Babyprodukten gern auf die preisgünstigere Herstellung von synthetischen Duftstoffen zurück. Häufig werden hierdabei verschiedene Duftstoffe kombiniert obwohl diese als Allergene bekannt sind also Allergien auslösen können.

    Auf schädliche Konservierungsmittel die für eine längere Haltbarkeit den Babypflegeprodukten zugesetzt werden sollten Sie ebenfalls achten. Diese Konservierungsstoffe stehen auch in Verdacht Allergien auszulösen. Der Konservierungsstoff DMDM Hydantoin ist unter verschiedenen Namen aufgeführt z.B. Bronidox, Bronopol, Dimetylol, Diazolidinyl-Harnstoff, Diazolidinyl-Urea, Imidazolidinyl-Harnstoff, Hydroxymethyl, Imidazolidinyl-Urea, 2-Bromo-2-Nitropropane-1,3-Diol, 5-Bromo-5-Nitro1,3-Dioxane um einige zu nennen. Alle sind derselbe aggressive Reizstoff der die Schleimhäute und das Immunsystem angreift. Darüber hinaus setzt es im menschlichen Organismus das Gas Formaldehyd frei, ein Karzinogen, das schon unsere Kleinen für Krebs empfänglich macht.
    Dann sollten Sie noch auf Methylparabene achten, diese werden auch zum Konservieren verwendet. Methylparaben wirkt im Körper ähnlich wie Östrogen somit auf die Geschlechtsdrüsen. Dieser Zusatzstoff wird für niedrige Spermienzahlen verantwortlich gemacht und greift bei den Jungen in die Fertilität ein. Studien haben auch ergeben das Produkte mit dieser Substanz bei einer direkten Sonneneinstrahlung den hautschädigenden Prozess verstärken können.

    Die Babypflege-Produkte sollten auch keine künstlichen Vitamine enthalten. Vitamin A-Retinol wird hier gerne von der Industrie verwendet, es ist auch unter den Namen Retinylpalmitat oder Palmitinsäure zu finden. Während das natürlich Vorkommen von Vitamin A in unserer Nahrung die Hautzellen schützt und für die Zellerneuerung sorgt, kann eine künstliche Überdosierung seiner Reinform also dem Retino zu Leberschäden beim Baby führen. Denn bei direktem Kontakt zwischen der Babyhaut und UV-Strahlen beeinträchtigt eine zu grosse Menge Vitamin A-Retinol im Körper sogar das menschliche Erbgut DNS bzw. DNA. Durch die Sonneneinstrahlung zerfällt das Vitamin und belastet den kleinen Organismus mit einer Flut aus freien Radikalen, die wiederum Krebs verursachen können. Die vor allem hautkrebserregende Wirkung von zugesetztem Vitamin A-Retinol wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen. Hier besonders bei Sonnencreme für Babys aufpassen!
    Als Mama sollten Sie die Inhaltsangaben von Babypflege-Produktenprodukten immer sehr gründlich lesen bevor Sie die Haut Ihres Kindes möglicherweise mit krebserregenden und allergenen Stoffen eincremen.
    Mein persönlicher Tipp für Sie liebe Vera, verwenden Sie für Ihr Baby und sich selbst wenn möglich zertifizierte Naturkosmetik und achten Sie auch auf den Hinweis dass das gewählte Produkt frei von allergieverdächtigen Duft- und Zusatzstoffen ist. Diese Naturprodukte dürfen laut Gesetz ausschliesslich natürliche Inhaltsstoffe enthalten. Diese speziell auf Babyhaut abgestimmten hochwertigen Pflegestoffe regen den Hautstoffwechsel an und lassen die Haut wirklich frei atmen. Verwenden Sie Produkte mit wenigen, klaren Inhaltsstoffen und lassen Sie viel Luft an die Haut Ihres Babys.

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    Antwort
    Welche Sonnencreme ist bei einem 8 Monate alten Baby im Italienurlaub ratsam?
    gefragt vor 1 Jahr von Instagram1
    aktualisiert vor 1 Jahr von Claudia Purzer
    Kategorie: Babypflege
    Antwort:
    Claudia Purzer 17. Juli 2020 19:20

    Ich kann Ihnen hier leider keinen Produktnamen empfehlen aber grundsätzlich gilt, da die Babyhaut noch etwa fünf mal dünner ist als unsere muss diese vor der direkten Sonneneinstrahlung geschützt werden. Bei den Kleinen sind die körpereigenen Schutzmechanismen gegenüber UV-Strahlen noch nicht optimal entwickelt. Je jünger, desto weniger ist schützende Hornhaut vorhanden. Die Haut der Kinder hat den Schutz in Form von Pigmentierung und Lichtschwiele noch nicht, dadurch ist die Barrierefunktion der Hornschicht nicht voll ausgeprägt und die Sonnenempfindlichkeit der Haut stark erhöht. Mein Tipp wäre hier, die Stiftung Warentest hat Babysonnencreme 2020 getestet und 3 Produkte haben mit sehr gut abgeschnitten!
    Zur Erklärung warum Sie Ihr Baby eincremen sollten. Die Talgdrüsen der Haut bilden im ersten Lebensjahr nur einen geringen Fettfilm auf der Hautoberfläche. Säuglinge und Kleinkinder bilden weniger Schweiß, dadurch fehlt auch dieser Schutz, da Schweiß etwas UV-Licht absorbieren kann.

    Ihr Baby ist also im ersten Lebensjahr besonders gefährdet und sollte überhaupt nicht der direkten UV-Strahlung ausgesetzt werden. Besonders in der Zeit zwischen 11:00 und 15:00 Uhr ist in heißen Ländern die Empfehlung drinnen zu bleiben. Die Vermeidung von Sonnenbränden im Säuglingsalter ist besonders wichtig wegen der Gefahr von Spätschäden der Haut.

    Babyhautpflege im Sommer geht über das Eincremen hinaus. Es gilt so wenig Sonne wie möglich. Dies kann besser, als mit Sonnencremes, mit Schatten und Kleidung erreicht werden. Selbst die beste Sonnencreme schützt nicht 100 %. Bis zum Alter von zwei Jahren sollte auf Sonnenschutzpräparate mit Mikropigmenten zurückgegriffen werden also auf mineralischer Basis mit einem Sonnenschutzfaktor 50+ australischer Standard für Säuglinge geeignet.
    Der beste Schutz bleibt die Vermeidung direkter Sonnenbestrahlung durch Aufenthalt im Schatten oder Tragen von UV-Schutzkleidung. Kleidung ist immer besser als Sonnenschutzmittel, da nicht nur der Sonnenbrand verhindert wird, sondern auch das Hautkrebsrisiko. Bei der Babykleidung gilt Textilien aus Baumwolle sind für die empfindliche Babyhaut verträglicher als synthetische Materialien. Am besten ist naturbelassene Baumwolle. Jede Kleidung vor dem ersten Tragen immer mindestens einmal waschen, um möglichst viele Farbstoffe und Giftstoffe zu entfernen. Da die Temperaturregulierung über die Haut kaum funktioniert, unbedingt Auskühlen oder Überhitzen des Babys vermeiden! Draußen immer auf eine Kopfbedeckung mit Nackenschild achten und ggf eine Babysonnenbrille aufsetzen
    Spezielle UV-Schutz-Textilien können am Strand angezogen werden und bedecken die zarte Haut. Diese Kleidung kann einen höheren und länger wirksamen Sonnenschutz als Sonnenschutzcreme bieten. Die Hautstellen die nicht mit Kleidung bedeckt sind sollten aber immer eingecremt werden, hierbei die Füße und Fußsohlen im Buggy nicht vergessen. Sicherheit bei Kauf der Kleidung und der Sonnensegel geben Gütesiegel. Einen hohen Stellenwert hat zertifizierte UV-Schutzkleidung bei Säuglingen. Ökotest hat ebenfalls Sonnencremes und Sonnenschutzkleidung nach dem Standard UV 801 getestet. Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen, erholsamen Urlaub.

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    Antwort
    Soll man nach dem Sonnentag noch separat abends eincremen?
    gefragt vor 1 Jahr von Instagram1
    aktualisiert vor 1 Jahr von Claudia Purzer
    Kategorie: Babypflege
    Antwort:
    Claudia Purzer 17. Juli 2020 19:21

    Ja, nach einem Urlaubstag mit Sonnencreme, Pool oder Meerwasser sollten die Sonnencremerückstände jeden Abend sanft mit Wasser entfernt werden und anschließend die Babyhaut zur Rückfettung eingecremt werden.

    Verwenden Sie zur Pflege spezielle Babyhautpflegeprodukte, die auf die besonderen Bedürfnisse der empfindlichen und trockenen Haut Ihres Kindes abgestimmt sind. Verwenden Sie seifenfreie, rückfettende Badezusätze, damit die Haut nicht austrocknet falls Sie die Cremerückstände mit Wasser alleine nicht abbekommen.
    Achten Sie beim Kauf immer auf die Inhaltsstoffe und wählen Sie für Ihr Baby ein Produkt das dermatologisch geprüft und von Fachleuten als besonders verträglich bewertet wurde. Die Creme oder Lotion sollte frei von allergieverdächtigen Duft-, Konservierungs- und Farbstoffen sein. Pflegeprodukte aus pflanzlichen Ölen wie Mandelöl wird meist auch sehr gut vertragen.
    Cremen Sie die Haut Ihres Babys im Urlaub immer auch zwischendurch ein sobald sie Ihnen trocken erscheint. Tragen Sie die Creme oder Lotion lieber häufiger dafür nicht zu dick auf. Es gibt sehr milde Produktlinien in den Drogeriemärkten die speziell für " Neurodermitishaut bei Babys" geeignet sind. Diese wirken bei der speziellen Hautpflege an einem Sommertag oft sehr beruhigend auf die Haut. Machen Sie zum Tagesabschluss eine sanfte Babymassage mit einem wohltuenden Pflegeöl.

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    Antwort
    Mein Baby hat sehr sensible Haut und reagiert oft auf Cremes Was mache ich jetzt am besten?
    gefragt vor 1 Jahr von Susanne
    aktualisiert vor 1 Jahr von Claudia Purzer
    Kategorie: Babypflege
    Antwort:
    Claudia Purzer 17. Juli 2020 19:22

    Liebe Susanne,

    die zarte Haut eines Neugeborenen ist noch nicht ausgereift und hat somit einen höheren Wasserverlust zudem ist sie etwa fünfmal dünner als die Haut von Erwachsenen. Deshalb gilt bei der Wahl der Pflegeprodukte: weniger Gutes ist mehr!
    Bei aller Unterstützung, die der Haut sicher gut tut, darf die Pflege für die Haut nicht zur Belastung werden. Verwenden Sie deshalb nicht zu viele verschiedene Produkte mit zu vielen Inhaltsstoffen um Irritationen vorzubeugen.
    Die Haut sollte nur bei Bedarf mit einer Creme oder mit einer Lotion (Wasser/Öl- Mischung) gepflegt werden. Babypflegeprodukte müssen die Haut optimal schützen, ohne sie zu belasten. Wählen Sie also ein Produkt für Ihr Kind mit reinem Pflanzenöl (Shea Butter, Mandelöl, Olivenöl oder Panthenol), ohne Mineralöle, ohne Pestizide und Insektizide, ohne Farb- und Konservierungsstoffe und ohne allergieverdächtige Parfüme und Duftstoffe.
    Pflanzenöle sind gut weil sie in die Haut eindringen und diese mit mit essentiellen Fettsäuren versorgen. Mineralöle, auch Paraffinöle genannt, werden hingegen von der Haut nicht aufgenommen, sondern bilden dort nur eine Art abdichtenden Film. Es gibt in den Drogeriemärkten Babypflegelinien die bei "Neurodermitishaut" geeignet sind, diese werden auch bei sehr empfindlicher Babyhaut oft gut vertragen.
    Baden Sie Ihr Baby nur einmal in der Woche da dass Wasser der Haut wichtige Fette (Lipide) entzieht, die sie vor dem Austrocknen schützen. Neigt Ihr Kind zur trockener Haut, sollten Sie dem Wasser eine rückfettende Lösung zugeben das kann zum Beispiel ein Bad mit 2 Esslöffeln Mandelöl oder Olivenöl mit etwas Muttermilch sein oder ein Produkt auf Wasser-Öl Basis manchmal wirkt auch ein Kleiebad beruhigend auf die Haut.
    Das Bad sollte dann in den ersten Lebensmonaten auch nur etwa 5 Minuten dauern. Trocknen Sie die Haut mit einem vorgewärmten Handtuch ab und achten Sie besonders auf die Hautfalten. Gerade dort kann sich Wasser ansammeln und die Haut aufweichen.
    Ein Problem könnte auch in der Halsfalte liegen. Beim Stillen kann Muttermilch oder bei Spuckkindern viel Speichel in die Falte fließen und es können schnell wunde Stellen entstehen. Eingetrocknete Milch und Fusseln lassen sich gut mit süßem Mandelöl oder Olivenöl auf einem Wattepad entfernen. Bei wunder Haut helfen Schwarztee zum reinigen oder Muttermilch sowie eine Wundschutzcreme mit Zink und Panthenol.
    Verwenden Sie keine Seife zum Waschen des Babys dadurch wird der Säureschutzmantel der Haut überstrapaziert manchmal sogar zerstört. Da bei Babys die Regeneration des Säureschutzmantels länger als beim Erwachsenen dauert, ist die Babyhaut nach Gebrauch von Seife deutlich länger ungeschützt.
    Auch von der Anwendung von Puder muss ich abgeraten. Die Gefahr dass ein Baby den Puder beim aufbringen einatmet und es zu Atemproblemen kommt, ist einfach zu groß ausserdem trocknet er die Haut aus.
    Hautunreinheiten wie kleine Pickel sollten Sie nicht behandeln, vor allem nicht daran drücken und auch nicht mit Salben abdecken. Solche Hautunreinheiten sind ganz normal, da das neugeborene Baby Hormone abgibt, die es noch von der Mutter hat. Bis zum dritten Lebensmonat wird die Haut meistens ganz von selbst wieder glatt. Verwenden Sie keine bleichenden Waschmittel, keine Weichspüler, ziehen Sie dem Baby Kleidung aus Baumwolle oder Wolle- Seide an und lassen Sie viel Luft an die Haut in Form von "Luftbädern"
    Wenn Ihr Baby über längere Zeit wunde Stellen hat, Rötungen die sich ausweiten oder Sie besorgt sind gehen Sie bitte zur Abklärung zu einem Kinderhautarzt.

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    Antwort
    Ab wann darf ich überhaupt Sonnencreme beim Baby verwenden?
    gefragt vor 1 Jahr von LisaM
    aktualisiert vor 1 Jahr von Claudia Purzer
    Kategorie: Babypflege
    Antwort:
    Claudia Purzer 17. Juli 2020 19:23

    Liebe Lisa,

    da die Babyhaut noch viel zarter und empfindlicher ist, sollte auch ein Kind im ersten Lebensjahr unter anderem durch Sonnenschutzcreme auf mineralischer Basis im Sommer draußen vor der UV Strahlung geschützt werden. Das gilt auch im Schatten.

    Für Säuglinge und Babys gibt es spezielle Sonnencreme und Sonnenmilch. Tragen Sie das gewählte Produkt etwa 15 Minuten bevor Sie sich mit dem Baby in die Sonne begeben sanft auf die nicht durch Kleidung bedeckte Haut ihres Kindes auf ( Füße/Fußsohlen nicht vergessen) wiederholen Sie die Anwendung nach Herstellerempfehlung, das variiert. Wählen Sie ein Produkt ohne chemische Filter und mit pflegenden Aspekten. Für Kinder mit trockener Haut oder Neurodermitis ist eine fettigere Sonnencreme besonders gut geeignet, hier lassen Sie sich bitte im Fachhandel beraten.
    Besorgen Sie eine Sonnencreme ohne Nanopartikel mit einem sehr hohen Lichtschutzfaktor 50+ das entspricht australischem Standard und wenn möglich ohne Parfüms und Konservierungsstoffe.

    Beachten Sie zusätzlich das Baby möglichst nicht der direkten Sonneneinstrahlung auszusetzen, besonders an den heissen Tagen zwischen 11:00 und 15:00 Uhr nicht mit dem Säugling raus zu gehen. Verwenden Sie für Ihr Baby Sommerkleidung die luftig ist und die Haut abdeckt, ein Sonnensegel mit UV Filter für den Kinderwagen, einen Sonnenhut mit UV- Schutz und Nackenschild und ggf eine Babysonnenbrille. Dann ist Ihr Baby gut geschützt.

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